
Rachid Hamdani und Max Göldi haben dieses Foto im Dezember 2009 in der Schweizer Botschaft aufgenommen. Sie wollten damit allen Menschen danken, die ihnen eine Solidaritäts-Botschaft nach Tripolis geschickt hatten.
Die Familie Göldi hat sich bei Amnesty International für den grossen Einsatz für Max Göldi bedankt. «Die Unterstützung von Amnesty International war für uns sehr eindrücklich», schrieb die Familie in einer ersten Stellungnahme nach der Freilassung am 14. Juni 2010. «Die Kerzenaktion zur Weihnachtszeit, aber auch die Urgent Action im Februar haben die ganze Familie Göldi moralisch sehr unterstützt.»
Im Dezember 2009 startete Amnesty International eine breit angelegte Solidaritätsaktion. Zu diesem Zeitpunkt war es wichtig, mit Unterstützung der Öffentlichkeit Druck zu erzeugen und den libyschen Behörden vor Augen zu führen, wie gross die Solidarität mit Max Göldi und Rachid Hamdani geworden war. Gleichzeitig gelang es mit der Aktion, den Schweizern Mut und Zuversicht zurück zu geben. Beiden standen unfaire Prozesse bevor, die zudem laufend verschoben wurden. Der zuständige Richter sprach Rachid Hamdani am Ende frei. Max Göldi erhielt eine Haftstrafe von 16 Monaten, die später auf vier Monate reduziert wurde.

Amnesty International Fricktal sammelt Unterschriften zum Internationalen Frauenrechtstag
Der 8. März ist der Internationale Frauenrechtstag und für Amnesty International Anlass, auf die Verletzung der Menschenrechte hinzuweisen, welche Frauen weltweit aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit erleiden: „Frauen, Gewalt und Armut – Vom Nachteil eine Frau zu sein“.
Amnesty International ist eine politisch unabhängige Menschenrechtsorganisation, welche seit Jahren erfolgreich das Prinzip der kleinen Schritte für die von ihr vertretenen Anliegen verfolgt. Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die zentral entworfenen und weltweit durchgeführten Kampagnen von den jeweiligen Ortsgruppen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Darum bot die Gruppe Amnesty International Fricktal der Bevölkerung am Samstag 6. März Gelegenheit, sich zu engagieren. Von 9 bis 16.00 Uhr hatten Interessierte die Möglichkeit, sich vor dem XL Center in Laufenburg zur Lage der Frauenrechte in verschiedenen Ländern zu informieren und mit ihren Unterschriften Petitionen zu unterstützen. So unterschrieben 154 Personen eine Petition an den Gesundheitsminister des westafrikanischen Landes Burkina Faso, in welcher er aufgefordert wird, schwangeren Frauen besseren Zugang zum Gesundheitssystem zu gewähren, wodurch die enorme Müttersterblichkeit in diesem Land gesenkt werden könnte. 98 Personen unterstützten das Anliegen, Frauen in Flüchtlingslagern im Tschad vor gewaltsamen Übergriffen zu schützen. Und 105 Personen setzten sich mit ihrer Unterschrift für das Projekt „Wüstenblume“ ein, welches sich in Anlehnung an den gleichnamigen Roman und Film gegen die nach wie vor weit verbreitete Genitalverstümmelung von Frauen und Mädchen wendet. Diese Praxis stellt in mehrerer Hinsicht eine Verletzung der Menschenrechte dar und die betroffenen Frauen leiden ihr Leben lang an den Folgen.

Weitere Informationen zu diesem Thema boten Vertreter der privaten Organisation „Netzwerk Rafael“, welche sich seit vielen Jahren gegen die Genitalverstümmelung an Frauen in Tansania einsetzt. (Kontakt: amnesty.fricktal@hispeed.ch und www.netzwerk-rafael.de)
Abstimmung zur Anti-Minarett-Initiative
Bestürzung über Annahme der diskriminierenden Initiative
Bern, 29. November 2009. Amnesty International ist bestürzt über die Annahme der Anti-Minarett-Initiative. Ein vollständiges Verbot für den Bau von Minaretten ist eine Verletzung der Religionsfreiheit und unvereinbar mit den Konventionen, welche die Schweiz unterzeichnet hat.
«Das ist schockierend», erklärte Daniel Bolomey, Generalsekretär der Schweizer Sektion von Amnesty International. «Der Bundesrat und das Parlament sind ein grosse Risiko eingegangen, als sie die Initiative nicht für ungültig erklärt haben. Heute müssen der Bundsrat und das Parlament die Konsequenzen für eine Entscheidung tragen, die im Widerspruch zu den Vereinbarungen steht, die unser Land unterzeichnet hat.»
Die Menschenrechtsorganisation hatte die Bevölkerung aufgerufen, die diskriminierende und verfassungswidrige Initiative abzulehnen. «Den BefürworterInnen ist es gelungen, die Angst vor dem Islam auszunutzen und mit Erfolg fremdenfeindliche Gefühle zu schüren. Das ist sehr bedauerlich», sagte Daniel Bolomey. «Darüber hinaus ist diese Initiative nicht anwendbar, da das Bundesgericht und der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die Verpflichtung haben, ein Bauverbot für Minarette für ungültig zu erklären.»
Amnesty International wird sich auch in Zukunft gegen die Diskriminierung von religiösen Gemeinschaften, gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sowie für die Rechtsgleichheit aller in der Schweiz lebenden Menschen einsetzen.
Benefizkonzert
6. November 2009, 20h, Kapuzinerkirche Rheinfelden
Das Vokal-Ensemble aubergine singt überwiegend eigene Vokal-Arrangements aus der Hand von Richard Erig, die von einem Keyboard und einer akustischen Gitarre dezent unterstützt werden und so ihren „a capella“-Charakter beibehalten. Die Spezialität der ausgebildeten Sänger und ihrer „Frontfrau“ sind Schlager der 60er Jahre – gespickt mit absurden Elementen - sowie klangschöne Balladen. Abstecher in andere Bereiche (z.B. Alte Musik, Gospel) gehören zum Konzept der „kulinarisch“ geprägten Musik des vielseitigen Ensembles.

Monatsbriefe Juli 2010

Am Mi 01.09.2010 um 20.00 Uhr im Restaurant Schützen in Rheinfelden.

