Willkommen bei Amnesty im Fricktal
Die AI Gruppe Fricktal konzentriert sich insbesondere auf Kampagnen zu Menschenrechtsverletzungen, Briefe gegen das Vergessen usw. Diese Arbeit bestreiten ca. 20 Aktive und 130 Passivmitglieder.

Unser Fricktal
Das heraldische Symbol des Fricktals ist das Lindenblatt.
Die Linde, der Baum der politischen und gesellschaftlichen Freiheit ist das Schmuckstück vieler Fricktaler Dorfplätze.
Die über 500 Jahre alte Linde in Linn
Unser Ziel
In Anerkennung der Verpflichtung eines jeden Menschen, die ihm zustehenden Rechte und Freiheiten auch andern zu gewähren, setzen wir uns zur Einhaltung der Menschenrechte ein.
Wer den Mut nicht verliert...
Briefe schreiben, Briefe fotokopieren, E-mailen, telefonieren, keine Antwort. Mehr Meldungen über Folter in der Türkei. Informationsarbeit am Stand, der Herr unterschreibt grundsätzlich nichts, die Dame hat selber genug Probleme, Amnesty, was ist das, sagen die Jungen. Der neue Präsident der USA befürwortet die Todesstrafe mit Überzeugung. Wieder hat die Zeitung unseren Text nicht gedruckt, und wenn doch, liest das denn jemand? Keine Zuhörer an unserem Vortrag, keine an unserem Konzert!
Entmutigend! Aufhören? Etwas Befriedigenderes tun? Film und Theater, ein gutes Nachtessen, Ski fahren anstelle der Arbeit für Amnesty International? Und wenn du überzeugt bist, dass die Ungerechtigkeit in der Welt ein Ende haben muss? Kannst du dann aufhören, dich abwenden? Oder musst du dich stur und unbelehrbar einsetzen, immer wieder, immer mehr? Stacheln dich Rückschläge dazu an, es beim nächsten Mal noch besser zu machen? Erreichst du etwas, wenn du dich doppelt einsetzt? Wenn du weisst, dass in allen Ecken der Welt noch andere sind, die ihren Sinn für Gerechtigkeit mit deinem zusammen einsetzen?
Hat sich der Aufwand gelohnt, wenn die Gefängniswärter irgendwo in der Ferne einen Abend lang versuchen, deinen Brief zu entziffern und die schöne Briefmarke abzulösen und dabei vergessen, ihren Gefangenen zu foltern? Was bedeutet es, wenn Polizeibeamte in Sri Lanka unerwartet einen Brief aus der Schweiz erhalten, dem eine Liste von Regeln zur Behandlung Verdächtiger beiliegt? Und was denkt sich der chinesische Gefängnisdirektor, wenn ihm Privatpersonen aus dem Westen in einem freundlichen Brief erklären, warum die Todesstrafe unmenschlich ist? Österreichische Polizisten haben nach einer Protestaktion gegen den Tod eines Asylbewerbers eine Polizei-Amnesty-Gruppe gegründet.
Kleine Schritte. Viele kleine Schritte. Wie sähe es heute aus, wenn wir nichts von ungerechten Prozessen, Gewissensgefangenen, Todesschwadronen und politischen Morden wüssten? Wenn niemand dagegen protestieren würde? Wenn es keine UNO-Menschenrechtserklärung gäbe?
Deshalb braucht es Amnesty. Und andere Menschenrechtsorganisationen. Möglichst viele. Und mit vielen zornigen Mitgliedern. Solchen wie du, die die Ungerechtigkeit nicht mit ansehen können
Danke, dass du den Mut nicht verlierst! Reinhard Christeller, ehemaliger Leiter der Amnesty Gruppe Fricktal
Aktionen und Informationen
Jeden Monat trifft sich die Gruppe Fricktal, und im gleichen Rhythmus werden Mitteilungen an Mitglieder verschickt. Zusätzlich präsentiert sich die Gruppe an Ständen in den Bezirken Rheinfelden und Laufenburg der Öffentlichkeit und informiert über die Menschenrechtslage.

Möchten auch Sie ein wenig Ihrer Freizeit in diese überaus wichtige Arbeit investieren? Besuchen Sie uns an unserer Monatssitzung
Adresse für weitere Informationen:
Jannet Stoll - van Haeringen
Rigiweg 5
4313 Möhlin
Kapelle Sorelle
Benefizkonzert für Amnesty International
Rheinfelden Freitag, 26. Oktober 2007. Mit dem Konzert von Kapelle Sorelle im Saal der Kapuzinerkirche ist es am Freitagabend der Gruppe Fricktal von Amnesty International gelungen, nicht nur zahlreich erschienenes Publikum zu begeistern, sondern der Organisation einen Betrag von nahezu 2000 Franken zu überweisen.
Das siamesisch-akkordeonistische Zwillingspaar Ursina Gregori und Charlotte Wittmer – alias Moni und Vroni – richtet sich mit viel Gepolter auf der Bühne ein. Sie schnallen sich ein absurd langes, nur zu zweit bespielbares Akkordeon um. Ulkig und schrullig, überdreht und überlang, abgehoben und verschroben - so tasten sich die zwei im schwarzen, perfekt sitzenden Faltenrock durch die Stunde ihres Bühnenalltags, kokettieren mit sich und ihrem Alter und lassen die Spitzen ihrer roten Schnabelschuhe im Takt der Handorgel auf den Brettern tänzeln.

Von den Tücken des Instrumentes lassen sich die zwei Frauen nicht so schnell unterkriegen. Vereint jodeln sie in den höchsten Tönen und feiern ihre Zweisamkeit in allen Sprachen. Ihr Akkordeon umschlingt sie, dass die Luft knapp wird. Sie pumpen was der Balg hält. In ihrer Verzweiflung scheuen sie keine List und keine Bösartigkeit, um sich aus ihrer grotesken Verstrickung zu befreien.
Die beiden Frauen hatten auf ihre Gage verzichtet und der Erlös wird eingesetzt für in Not geratende MenschenrechtsverteidigerInnen auf dieser Welt. Ausserdem konnten an diesem Abend zahlreiche Unterschriften für eine Eilbriefaktion nach Myanmar/Burma gesammelt werden.
KAPELLE SORELLE ist eine freie Musiktheatergruppe und wurde 1991 von den beiden Schauspielerinnen und Musikerinnen Ursina Gregori und Charlotte Wittmer gegründet. Der Kernpunkt ihrer Arbeit liegt in der Entwicklung von clowneskem Musiktheater. Charakteristisch für ihre musikalisch-szenische Arbeit ist die eigenwillige Interpretation und Inszenierung von traditionellem und modernen Gesangs-, Instrumental- und Textgut. Musik ist die Muttersprache ihrer Figuren, die sich in einer Welt voller zwischenmenschlicher Konflikte zurechtzufinden suchen. Zum Markenzeichen geworden sind die Akkordeons, die mit den Figuren auf der Bühne verwachsen zu sein scheinen.



